Pflegeheime besonders von Corona betroffen

Pflegeheime besonders von Corona betroffen

Hoyerswerda (dpa/sn) - Schutzausrüstung rund um die Uhr, lange Dienste, nicht genügend Personal - für die Pflegekräfte in Heimen wird die Corona-Krise zunehmend zu einem Problem. "Das geht an die Grenze der Belastbarkeit", sagte Sandra Gehrmann, Pflegeleiterin des Laurentius Hauses in Hoyerswerda. Die Einrichtung der Diakonie Libera mit 120 Senioren und 114 Mitarbeiten blieb zwar bisher vom Corona-Virus verschont, aber Gehrmann weiß, wovon sie spricht: Sie sprang im nahe gelegenen Haus Rosengarten in Hoyerswerda ein, wo mehr als die Hälfte der 32 Bewohner am Coronavirus erkrankten, drei Menschen starben vermutlich im Zusammenhang mit Covid-19. Von den 40 Pflegekräften musste ein Großteil in häusliche Quarantäne.
"Eine echte Herausforderung, den Alltag zu meistern", sagte Gehrmann. Die Situation sei nur zu bewältigen gewesen, weil Mitarbeiter aus anderen Häuser einsprangen und ihre Hilfe anboten: Von einer Woche im Haus schlafen bis hin zu 12-Stunden-Diensten. Rund um die Uhr Schutzmasken zu tragen und Abstand zu den Bewohnern zu halten, erschwere die Pflege. "Zumal es zu Beginn ein Problem war, überhaupt Schutzmasken zu bekommen", so Gehrmann. Mittlerweile habe sich die Lage aber zumindest in Sachen Mundschutz entspannt. "Dafür ist es jetzt schwer, Schutzkittel zu bekommen."

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