Gottesdienste für alle Sinne
Ute Direske arbeitet seit 16 Jahren im Laurentius-Haus in der Betreuung und bringt dort etwas ganz Besonderes mit ein: Gottesdienste für alle Sinne.
Einmal im Monat schafft sie damit einen Raum, in dem auch schwerst demenzkranke Bewohnerinnen und Bewohner Glauben erleben können – auf ihre ganz eigene Weise.
Die Gottesdienste sind bewusst kurz gehalten und leben von vertrauten Elementen. Immer wieder kehrt der gleiche Psalm zurück, das Vaterunser kennen alle. Dazu kommen kleine, greifbare Erfahrungen: etwas riechen, schmecken oder hören: „Wenn zum Beispiel an St. Martin erinnert wird, teilen wir einen Mantel und Hörnchen, die anschließend gegessen werden dürfen“, erklärt Ute Direske.
Sie begegnet den Menschen dabei auf Augenhöhe, begrüßt jeden persönlich, geht während des Gottesdienstes auf alle zu und spricht am Ende jedem einzelnen den Segen zu. Die Gruppen sind klein, meist fünf bis sechs Personen – und genau das macht diese Momente so intensiv.
Der Glaube ist für Ute dabei mehr als ein Teil ihrer Arbeit. Er gibt ihr Kraft, lehrt sie Demut und prägt auch ihre Haltung in der Pflege. „Mein Glaube hilft mir in meiner Arbeit“, sagt sie selbst.
Und das spürt man: Ute blüht in diesen Momenten auf – vor allem, weil sie immer wieder erlebt, wie viel Freude und Beteiligung diese besonderen Gottesdienste auslösen.


